Die Gründung des SVDH

Am 23.10.1953 trafen sich auf Initiative von Karl Schwab und Josef Euler 17 Hundefreunde in der Gaststätte „Zum Niederwald“, um den „Verein der Hundefreunde für Schutz- und Gebrauchshunde“ zu gründen.
Vorausgegangen war dem eine Werbeführung des Polizei- und Schutzhundevereins Kahl/Main,
dessen große Resonanz bei den Großkrotzenburgern Anlass war und die Hundefreunde ermutigte, ihren Plan, einen Hundeverein zu gründen, in die Tat umzusetzen. Daraufhin wurde ein Vorstand gewählt.

Von den Gründungsmitglieder blieben dem Verein über 25 Jahre treu:

Josef Euler
Heinz Norbert
Ali Dressel
Heinrich Bergmann
Karl Brehm
Josef Grün

 

Die Jahre 1955-1961

Nach der Gründung des Vereins wurden zielstrebig die wichtigsten Aufgaben in Angriff genommen. Erfolgreiche Verhandlungen mit der Gemeinde ermöglichten es,
dem Verein auf den Schachenwiesen sein erstes Übungsgelände in Besitz zu nehmen.
Bereits 1955 konnte der Verein seine erste Prüfung unter Teilnahme von sechs
Hundefreunden abhalten.

Bedingt durch Umzug stellte der 1. Vorsitzende Franz Vogt 1955 sein Amt zur Verfügung. An seine Stelle wurde der Sportfreund Gerhard Krautwurst zum neuen
1. Vorsitzenden gewählt. Auch unter seiner Leitung entwickelte sich der Verein weiter aufwärts. Leider war es auch dem Sportfreund Krautwurst auch nicht möglich,
dem Verein längere Jahre als 1. Vorsitzenden erhalten zu bleiben. Bereits 1957 ging das Amt an den Sportfreund Julius Zenker über, unter seiner Leitung verfiel der
Verein in keinen Stillstand, sondern entwickelte sich weiter aufwärts. Bedauerlich war, dass auch er aus persönlichen Gründen dem Verein nur bis 1958
als 1. Vorsitzender dienen konnte.

Im gleichen Jahr wurde der Sportfreund Karl Hagedorn als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt.
Im Jahre 1959 richtete der Verein die erste überörtliche Veranstaltung, die damalige Kreisausscheidung aus. Daraus konnte man erkennen, welch großes Vertrauen
mittlerweile dem Verein von Seiten der Kreisgruppe entgegengebracht wurde. Bedingt durch die Ausweitung der Industrie war der Verein gezwungen, 1960 sein
Übungsgelände auf den Schachenwiesen aufzugeben. Mit der Inbesitznahme des heutigen Übungsgeländes am Strandbad, das in mühevoller Arbeit zu einer schönen Anlage ausgebaut wurde, stellte sich auch endgültig der entscheidende Durchbruch auf hundesportlichem Gebiet ein.

Erstes Vereinsheim SVDH
Das erste Vereinsheim 1961

Die Jahre 1962-1978

Jährlich führte der Verein nun zwei Prüfungen durch. An den meisten Kreisgruppen-Pokalwettkämpfen beteiligt sich der Verein schon seit Jahren mit teilweise recht großem Erfolg.
Als erstem gelang es dem Sportfreund Heinrich Bergmann mit seinen unvergessenen Boxer „Dux“ 1962 und 1964, sich für die Landes-Siegerprüfung des „Hundesportverbandes Rhein/Main zu qualifizieren. Auf beide Siegerprüfungen konnte er den Verein würdig vertreten.

Parallel zur hundesportlichen Entwicklung wurde der Verein auch auf allen übrigen Gebieten entwickelt. Hatte der Verein auf seinem ersten Übungsgelände auf der Schachenwiese nur die notwendigsten Einrichtungen zur Ausübung des Hundesports zur Verfügung, so wurde mit Inbetriebnahme des neuen Übungsgeländes 1960 von Anbeginn zielstrebige Aufbauarbeit geleistet. Unter tatkräftiger Mithilfe aller Mitglieder wurden zunächst Bäume uns Sträucher gepflanzt, um dem Gelände einen natürlichen Rahmen z geben. Als nächstes wurde eine Blockhütte erstellt, in der so mancher Pokalsieg gefeiert wurde. Heute dient sie dem Verein als Abstellraum.
Auch für gute Unterbringungsmöglichkeiten für die Hunde wurde gesorgt, 1966 wurden 12 Boxen erstellt. Die Aufwärtsentwicklung des Vereins machte es jedoch
notwendig, 1970 weitere 12 Boxen zu erstellen.

vereinsheim
Beim 15 jährigen Jubiläum

 

Weitere Teilnehmer an Landes-Siegerpüfungen in den folgenden Jahren waren der Sportfreund Karl Schäfer mit seinem Schäferhund „Blacky“ 1973/74 und 75,
der Sportfreund Wolfgang Warzawa mit seinen Schäferhund „Bero“ 1974/75 und 76, der Sportfreund Manfred Cäsar mit seinem Schäferhund “Bond“ 1975,
sowie der Spotfreund Herbert Born mit seinem Schäferhund „Cyrus“ 1977.

Aufgrund seiner guten Leitung konnte Wolfgang Warzawa 1975 bis zur Westdeutschen Meisterschaft vordringen und belegte unter 40 Teilnehmern den 16. Platz.
Auch auf den übrigen Kreisgruppen-Pokalwettkämpfen konnten die Großkrotzenburger Hundesportler beachtliche Erfolge erringen.
So konnten die Sportfreunde Karl Schäfer mit „Blacky“ und Wolfgang Warzawa mit dem Dobermann „Atlas“ 1971 gemeinsam den Sch.H. I Kreisgruppen-Pokal gewinnen.

Diesen Erfolg konnte der Sportfreund Karl Schäfer mit „Blacky“ 1973 nochmals wiederholen. Im selben Jahr gewann er gemeinsam mit Günter Rosenberger mit Schäferhund
„Rolf“ den Sch.H.II –Kreisgruppen-Pokal. 1977 waren es die Sportfreunde Wolfgang Warzawa mit Schäferhund „Frei“ und Nino Rota mit Schäferhund „Golo“, die wiederum
den SCh.H.II Kreisgruppen-Pokal für den Verein gewinnen konnten. 

Nachdem der Verein ins Vereinsregister eingetragen wurde, nahm der Vorstand Verhandlungen mit der Gemeinde auf, mit dem Ziel, einen Erbbau-Pachtvertrag auf 99 Jahre für das Übungsgelände abzuschließen. Diesem wurde entsprochen. Die Voraussetzungen für das ehrgeizigste Projekt der Vereinsheim zu erstellen. In gemeinsamer Arbeit mit unseren Nachbarverein wurde die Kanalisation und der Elektroanschluss gelegt, letzterer versetzte den Verein in die Lage, optimalen Übungsbetrieb zu verwirklichen. Drei Flutlichtmasten ermöglichen auch in den Wintermonaten den Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Der in dieser Chronik aufgezeigte Weg seit Bestehen des Vereins sollte jedes Mitglied mit Stolz und Genugtuung erfüllen und Mut für die kommenden Jahre geben.

Die Jahre 1979-1988

Die gesellschaftliche Stellung des Vereins wurde in Großkrotzenburg vor allem durch die regelmäßig angebotenen Feiern gestärkt.

Der Vergnügungsausschuss ließen sich so einiges einfallen.
Regen Zuspruch fanden Jahr für Jahr Busausflüge, Feiern zu Ostern, Weihnachten, Familiennachmittage und der Seniorentreff. Das Vereinsheim war zu den legendären Kappenabenden und Sommernachstfesten mit Livemusik gut gefüllt.

Die schon zur Tradition gewordenen auf dem vereinseigenen Platz durchgeführten sportlichen Veranstaltungen „Karl-Schwab-Pokal“ und die Herbst- sowie Frühjahrsprüfung wurden weiterhin jährlich vom Sportausschuss des Vereins organisiert.

Den aktiven Teams wurde so Gelegenheit geboten, das Trainierte unter Wettkampfbedingungen, den zahlreich erscheinenden Zuschauern, darzubieten. Die leistungsstärksten Hunde qualifizierten sich mit ihren Hundeführern in den kommenden Jahren regelmäßig für Kreismeisterschaften, Landessiegerprüfungen oder auf höchster nationaler Ebene, den deutschen Meisterschaften.

Teilnehmerlisten KM, LM, DM 1975-2000

Erfolgreichster Hundefüher seit bestehen des Vereins war Wolfgang Warzawa, der zahlreiche Titel auf Kreismeisterschaften und Landesmeisterschaften erringen konnte.

Höhepunkt der sportlichen Entwicklung des Vereins war sicherlich die Ausrichtung der Landesmeisterschaft im Jahre 1988, die dem Verein von allen Teilnehmern und Zuschauern, bis hin zum Landesverband hohe Anerkennung einbrachte.
 

Die Jahre 1989-2006

In dieser Zeit begann sich ein noch heute anhaltender bundesweiter Trend bemerkbar zu machen:

Die Stellung des Hundes sollte sich innerhalb der Gesellschaft wandeln, das Tier wurde zum Familienmitglied und demnach fest in den Alltag eingebunden.
Das Abrichten zum Schutz- und Fährtenhund und das damit verbundene zeitraubende Training unter Anleitung auf dem Hundeplatz wollten nur noch wenige Aktive auf sich nehmen. Dies führte zur Rückläufigkeit der vereinsinternen Aktivitäten auf diesem Gebiet, sowie zum Rückgang der ausgeübten Übungsstunden und Prüfungszahlen in Bereich Gebrauchshundesport.

Der SVdH Großkrotzenburg konzentrierte sich folgerichtig in dieser Zeit vor allem auf die Basisarbeit. Die Erziehung des Familienhundes stand im Vordergrund. Es wurden Welpengruppen und Hundeerziehungskurse bis hin zur Begleithundeprüfungen angeboten. Das Augenmerk galt vor allem dem Breitensport.

2003 konnte das 50 jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden, Anlass in der Festschrift die beachtlichen sportlichen Erfolge einiger Mitglieder seit
Bestehen des Vereins aufzuführen und die 1. Vorsitzenden der ersten Jahrzehnte zu ehren.


Erfolge-und-Vorsitzende-bis-2003 small

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen aus hundesportlicher Sicht großen Weitblick bewies einmal mehr der Vorstand um den damaligen 1. Vorsitzenden Wolfgang Warzawa. Dieser beschloss im Sommer 2006 neue Wege einzuschlagen und die Hundesportart Agility ins Trainingsprogramm des Vereins aufzunehmen.

Mit Uwe Disser, gelang es einen kompetenten Agility-Ausbildungsleiter zu gewinnen. In kürzester Zeit formierte sich eine Gruppe interessierter Turnierläufer, so dass der Übungsbetrieb auf dem Platz bereits im Herbst aufgenommen werden konnte.

Ein Grundstein für erneute Erfolge im Hundesport bis hin zur Bundes- und sogar europäischer Ebene war gelegt.

Die Chronik des SVdH Großkrotzenburg bietet einmal mehr Anlass mit Bewunderung und Stolz zurückzublicken.

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